Dienstag, 12. Januar 2016

Welche Opfer bringen sie für ihren Unternehmenserfolg? fragt Sage

Eine gute Frage!

 

Die Definition Opfer lt. google bedeutet:
"Etwas, das man hergibt oder auf das man verzichtet, obwohl es sehr schwerfällt."

Hergibt - was habe ich hergegeben?  

Hergegeben habe ich eine Festanstellung. 

Aber das hätte ich sowieso, weil mit unserer Unternehmensgründung auch unsere Familiengründung begann. Es ging zwar etwas schneller als geplant und ein mulmiges Gefühl war auch bei dem Sprung ins kalte Wasser mit dabei, aber rückblickend war es die richtige Entscheidung!
So konnte ich mir die Familien- und Arbeitszeiten einteilen wie ich es wollte.
Herrlich nach einer durchwachten Nacht (jedes Elternteil erinnert sich bestimmt noch an solche) einfach weiterzuschlafen, ohne dem Chef erklären zu müssen, warum man verschlafen hat und jetzt erst im Büro auftaucht!
Was ich tagsüber nicht geschafft habe, konnte ich abends erledigen und war trotzdem für unsere Kinder erreichbar.

Was nicht heißen soll, das immer alles rosig war. Mit der fehlenden Festanstellung war natürlich auch das feste Gehalt nicht mehr vorhanden. Ich musste erkennen, das ein Teil des Geldes auch für unser Unternehmen gebraucht wurde, damit sich dieses weiter entwickelte, auch wenn gerade für die Familie ganz andere Anschaffungen gedacht waren.

Freie Zeiteinteilung klingt verlockend?
Ja so sehr, das ich unliebsame Büroarbeiten immer bis zum St. Nimmerleins-Tag aufschieben wollte.


Verzichtet - auf was habe ich verzichtet?

Auf viele liebe Kollegen!
Ich hatte das Glück, in einem wirklich tollen Team arbeiten zu dürfen. 
Die Pausen welche man zusammenverbracht hat, das Quatschen am morgen oder zwischendurch, wenn mal nicht so viel los war, das hat mir sehr gefehlt.

Aber dafür habe ich dann neue Kontakte geknüpft. Über Kinder und Hunde (bei letzteren noch mehr) lernt man rasend schnell neue Menschen kennen.

Natürlich gibt es keinen geregelten Urlaub, man macht eben dann frei oder Urlaub, wenn es vom Betrieb her passt.
Allerdings bleibt dann alles liegen - eine Vertretung, welche die Arbeit erledigt, gibt es nicht. 
Das gilt natürlich auch bei Krankheiten. Wenn ich liegenbleibe - bleibt meine Arbeit auch liegen!

Unser Unternehmen ist jetzt bald 20 Jahre alt und rückblickend mit allen Höhen und Tiefen würde ich heute sagen: "NEIN, ein Opfer war das nicht!"

Ich bin froh, das mein Mann und ich den Schritt zusammen gemacht haben und es gab und gibt auch immer wieder Zeiten, in denen ich drüber nachdenke (und mich auch sorge) was die Zukunft wohl bringt. 
Herausforderungen muss man annehmen und sich nicht davor verstecken - das habe ich für mich festgestellt und Social Media (also eigentlich alles rund um dies Thema) sind immer noch eine echte Herausforderung für mich.
Also immer offen sein für Neues!

Nun noch einmal zurück zu der Opferfrage:
Wenn, dann ist mein Mann ist wohl derjenige der ein Opfer gebracht hat. Als Holzingenieur mit einer eigenen Tischlerei hat er nicht allzu viel Zeit mit den Kindern verbringen können, als diese noch klein waren, aber ob er mehr Zeit gehabt hätte in einer festen Anstellung?
Das werden wir nicht erfahren, da es ja gleich nach dem Studium in die Selbstständigkeit ging!
Aber wenn er dann Zeit hatte, war er ein sehr "aufopferungsvoller" Papa und das aus ganzem Herzen ;-))
Aber diese Art von Opfer war ja nicht gemeint!

Dies ist mein ganz persönlicher Beitrag für die von Sage gestartete

Blogparade: Welche Opfer bringen sie für ihren Unternehmenserfolg?


Alles Gute

Kirsi

Kommentare:

  1. Ich finde es toll und auch mutig zugleich, das du diesen Weg gegangen bist. Und das es funktioniert hat ust doch das Beste daran 😉.
    Liebste Grüße und einen schönen Abend wünsche ich dir.

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  2. Und ich wünsche Dir einen schönen guten Morgen liebe Sandra!

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  3. Ich finde es klasse das Du das hier alles so schreibst und uns dran teilhaben lässt.

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  4. Hi Kirsi,
    ich sehe es genauso wie Du!
    Für mich wäre es eher ein Opfer die Selbständigkeit aufzugeben.
    http://das-unternehmerhandbuch.de/2015/12/31/opfer-bringen-fuer-den-unternehmenserfolg/

    Viele Grüße
    Heike

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    1. Ja es gibt eben auch viele Vorteile und die möchte ich wirklich nicht mehr hergeben. Schönen Abend, wir lesen uns bestimmt bald mal beim Blogger Alphabet

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  5. Liebe Kirsi,

    wir haben auch beides schon gelebt und ich kann sagen, Zeit hat man oder man hat sie nicht. Auch als Arbeitnehmer kann man wenig Zeit haben. Mein Mann arbeitete lange freiberuflich, als die Kinder noch klein waren, später wieder festangestellt, dann wieder freiberuflich. In einer Branche, in der das oft so üblich ist und sich nach der Auftragslage richtet.
    Wichtig ist, daß der Papa da ist und ansprechbar, vor allem, wenn es wichtig ist.

    Es hat schon Vorteile, wenn man morgens ausschlafen kann und sich keine Sorgen um sein Outfit machen muß. ;-) Während andere morgens schon sich all diesen lästigen Anstrengungen hingeben müssen, jahraus jahrein, Tag für Tag ;-) Andererseits kann man sich mit der Zeit auch verzetteln, d.h. es kommt auf die Branche an ... aber mein Mann konnte halt auch nachts arbeiten, wenn er das wollte, dann hat man am Tage auch nicht viel Zeit bzw. ist der beste Teil des Tages schon wieder vorbei, wenn man sich erst morgens aufs Ohr legt und am Mittag oder Nachmittag aufstehen kann. ;-) Es hat eben alles zwei Seiten ...

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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    1. Beim Ausschlafen und dem Outfit musste ich schmunzeln liebe Sara.
      Morgens die Hunderunde auf dem Feld, war mein 1. Termin und unsere Hunde sind immer gern mitgegangen, egal ob das Outfit stimmte ;-) Gut als dann die Kindergartenzeit anfing, da bin ich doch nicht so im "Feld-und Wiesenoutfit" gegangen.

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Vielen Dank für das Lesen und Deine Meinung.
Ich bemühe mich immer zu antworten (auch wenn es mal etwas länger dauert).
Sollte ich es mal nicht schaffen, bitte nicht böse sein.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!

Thank you for your comment. I'm pleased about the comments.
Best wishes
Kirsi

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